Auftanken…

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Der Albtraum von Mutter Erde. Ankunft, 2022!

Der Plastik-Tankdeckel quietscht leicht, als er vom Gewinde gelöst wird. Auch der Deckel des Benzinkanisters wird geöffnet und durch das Ausgussrohr ersetzt. Der beißende Geruch von Benzin verbreitet sich in der Luft, während die klare Flüssigkeit aus dem Stutzen des Kanisters fließt. Der Tank füllt sich vollständig mit dem Treibstoff, ein Schluck Benzin schwappt dabei über den Rand des Tankes und versickert rasch in der blühenden Wiese darunter.

Die Dämpfe verursachen ein stechendes Gefühl in der Nase und im Kopf, eine Erinnerung daran, wie kraftvoll diese Flüssigkeit ist. Der Tank ist jetzt voll mit diesem wertvollen Stoff. Ein natürlicher Rohstoff, raffiniert aus dem Rohöl das unser Planet tief in seinem Innern geschaffen hat. Das kostbare Öl enstand über viele Millionen Jahre. Gleich wird es innert weniger als einer Stunde verbrannt werden.

Ein weiteres Quietschen ertönt, als der Tankdeckel wieder fest verschlossen wird. Alles ist bereit. Das Gerät ist vollgetankt, der Choke-Hebel gezogen, die Benzinschläuche vorgefüllt. Nach einem kurzen, forschen Zug am Starterseil springt der Motor an, die bislang tote Maschine wird lebendig, fängt an zu "atmen". Die saubere, frische Luft wird durch den Luftfilter angesaugt, mit Kraftstoff vermischt, durch einen Funken entzündet, und dabei mit Kohlenmonoxyd, Stickstoffoxiden, Kohlenwasserstoffen und allen möglichen weiteren, giftigen Substanzen angereichert. Wie sich die Luft durch die Anlage des Motors fortkämpft, beginnt sie, ein Licht am Ende des Rohres zu sehen…

Die Höllenmaschine lebt!

Als der Motor anspringt und losknattert stößt das zuvor unauffällige, unschuldig aussehende, kleine Auspuffrohr eine üble Wolke dicker, bläulicher Abgase aus. Blumen und Grashalme wiegen heftig hin und her während der Auspuff ihnen den undurchsichtigen Qualm entgegenbläst. Die einst unverdorbene, klare, gesunde Luft ist nun nichts dergleichen mehr, nachdem sie durch den Verbrennungsmotor geschleust wurde. Sie ist nur noch ein verdorbenes Gebräu aus allem was umweltverschmutzend, unnatürlich, ungesund und tödlich ist. Diese Auspuffgase sind für den Motor jetzt wertlos und nicht mehr zu gebrauchen. Er benötigt eine stetige Zufuhr von neuer, frischer Luft. Die verbrauchte, verpestet Luft stößt er zurück in die Natur wo sie zurückbleiben wird. Ein nutzloses Abfallprodukt welches sich ansammelt und die Atmosphäre vergiftet, Pflanzen verdirbt, Gebäude verschmutzt, und alle Menschen und Tiere, Erwachsene und Kinder, die sie einatmen, krank macht.

Ein leichter Wind fängt an zu wehen, und als er die Abgaswolken in die Landschaft davonziehen lässt, sind die hervorblickenden Pflanzen und Blumen von einer schmierigen, schwarzen Flüssigkeit befleckt – Tröpfchen aus unverbranntem Öl, welche der Motor zusammen mit den giftigen Abgasschwaden aus dem Rohr sprüht.

Nach einigen Minuten, in welchen sich der Motor aufgewärmt und eingelaufen hat, hat sich entlang des Hügels und im nahen Waldgebiet bereits ein blauer Smog gebildet. Die Person, welche dieses Spektakel verursacht hat, ist nun bereitzur Arbeit, und hebt die knatternde kleine Maschine hoch. Jedes Mal, wenn ihre Finger einen leichten Druck auf den Gashebel ausüben, beschleunigt der sich drehende Mähfaden, und erlaubt es der bedienenden Person, Gräser und Unkraut zurückzuschneiden, und den Garten in Form zu bringen. Jeder leichte Druck am Gashebel lässt gleichzeitig auch den Motor wieder aufheulen. Der Motorenlärm durchdringt die friedlichen Geräusche der Natur und vertreibt sie, während der Auspuff einen weiteren Strahl aus blauen Abgasen in die Idylle schießt.

Ein leichter, kurzzeitiger Komfort – im Austausch für dauerhafte Schändung der Natur.

Gewiss, das Gerät verursacht eine enorme Lärmbelästigung, verängstigt und schreckt Tiere davon, und verunmöglicht es allen, welche in Hörweite die Natur genießen wollten, sich zu entspannen. Nachdem die Arbeit erledigt ist wird es auch eine Weile dauern, bis die giftigen Wolken vollständig fortgetragen wurden, und die Abgase und das Öl könnten einige der Pflanzen dauerhaft zugrunde gerichtet haben. Obwohl der Mensch, der die Maschine bedient, hier klar das verletzlichste Lebewesen ist, arbeitet und atmet er doch die ganze Zeit über in unmittelbarer Nähe des Auspuffs und seiner Emissionen, kaum bewusst wie er allmählich von den Abgasen eingenebelt wird, seine Lungen mit jedem Atemzug mit etwas mehr Abgas, etwas weniger Atemluft füllend.

Natürlich tragen die Abgaswolken auch nachdem sie verweht sind weiterhin zur Luftverschmutzung bei, und beschleunigen den Klimawandel. Und da wir gerade von der Umwelt sprechen: selbstverständlich verbraucht das Gerät auch große Mengen an nicht erneuerbaren Ressourcen, mit seinem unstillbaren Durst nach Benzin und Öl. Ganz davon zu schweigen, dass der Motor auch regelmässige, aufwändige und langwierige Wartung benötigt, um in gutem Betriebszustand gehalten zu werden. Nebenbei bemerkt ist es auch ein ziemlich schweres, sperriges Werkzeug, wie man es während der ganzen Arbeit under den Arm geklemmt mit sich herumträgt.

Für die Person, welche dieses Gerät einsetzt, sind das aber alles nur nebensächliche, geringfügige Nachteile. Kleine Unannehmlichkeiten welche sie gerne erträgt, dafür, dass der Trimmer ein bisschen weniger Anstrengung in der Armmuskulatur erfordert, als es eine traditionelle Sense würde. Ein kleiner Gewinn an Bequemlichkeit in der Gartenpflege. Es ist ein angenehmer, kleiner Luxus des Alltags. Und überhaupt ist es eine der günstigsten Lösungen. Eine einigermassen brauchbare Sense aus Holz und Stahl würde vermutlich mehr kosten als diese einfache Zweitakt-Motorsense mit ein paar Tankfüllungen! Es ist also auch ganz einfach die vernünftige Wahl.

Und so wird sie weiterhin Benzin verbrennen, Motorenlärm verbreiten, die Luft verpesten und die Umwelt verschmutzen, bis der letzte Tropfen Benzin aus dem Tank aufgebraucht wurde. Dann wird es Zeit, den Tankdeckel wieder abzuschrauben und ihn mit frischem Kraftstoff neu aufzufüllen.

Wir lieben Benzinmotoren.

Mit "wir" meine ich nicht nur mich und die verwandten Seelen, welche meine auf dieser Seite beschriebenen Interessen teilen. Ich meine auch die Menschheit als Ganzes.

Eine Welt der Motoren.

Die Menschheit stellt jährlich über 200 Millionen Verbrennungsmotoren her, und Schätzungen besagen dass weltweit mehr als zwei Milliarden Benzinmotoren in Gebrauch sind. Das ist ein Benzin verbrennender, lärmiger, Abgas produzierender Motor je vier Menschen, unabhängig von Alter, Herkunft, oder Lebensstandard! Natürlich sind diese ziemlich ungleich verteilt. In weniger entwickelten Regionen der Welt benutzt eine Person vielleicht einen billigen, leicht reparierbaren Zweitakt-Roller für alle täglichen Besorgungen und Notwendigkeiten des Lebens. (Es ist ein schöner Zufall dass diese Motoren, welche durch ihre Erschwinglichkeit besonders stark verbreitet, und aus demselben Grund auch besonders bei Jugendlichen beliebt sind, auch die schmutzigsten Motoren sind – je nachdem, welche Messgröße man ansetzt, kann ein kleiner Zweitakt-Roller die Luft mit ungefähr so vielen Schadstoffen verschmutzen wie mehr als Tausend Autos!) Ein normaler Haushalt in den USA hat dagegen vielleicht ein gutes Dutzend Motoren unter dem Dach: zwei Autos, zwei Motorräder, ein Rasenmäher, eine Motorsense, eine Kettensäge, ein Mini-Motorrad und ein Go-Kart für die Kinder, einen Jetski und ein Schneemobil für die Ferienreise, eine Wasserpumpe für den Swimming Pool, und einen Stromerzeuger für den Notfall.

Günstige Energie für jeden und alles.

Natürlich wären ärmere Haushalte überglücklich, könnten sie ihre Sammlung an benzinbetriebenen Geräten und Fahrzeugen erweitern. Es ist eine Frage der finanziellen Möglichkeiten, nicht der Entscheidung, solche nicht haben zu wollen. Aber auch so sind Benzinmotoren äußerst billig, relativ einfach herzustellen und zu warten, überaus effizient, und höchst praktisch. Keine andere Energiequelle ist auch nur annähernd so erschwinglich, leicht verfügbar und vielseitig. Daher hat unsere Spezies im Laufe des letzten Jahrhunderts auch Wege gefunden, sie überall und für alle möglichen Zwecke einzusetzen. Falls etwas irgendeine nennenswerte körperliche Anstrengung erfordert, oder durch Motorenkraft irgendwie beschleunigt werden könnte, stehen die Chancen gut dass jemand einen Weg gefunden hat, es durch Verbrennung fossiler Brennstoffe zu tun. In vielen Fällen wird diese benzinbetriebene Lösung des Problems natürlich auch massengefertigt.

Wie die geringfügige körperliche Erleichterung, welche einem die eingangs beschriebene benzinbetriebene Motorsense gönnt, gibt es kaum etwas bei dem die Menschheit es nicht für sinnvoll halten würde, dafür Benzin zu verbrennen. Wie wäre es mit Benzin-Laubbläsern, welche das Laub lärmintensiv von einem Grundstück aufs nächste bewegen (bis der Wind sie ein paar Minuten später zurückweht)? Oder benzinbetriebene Waschmaschinen? Drohnen oder ferngesteuerte Modellautos können ebenfalls mit einem kleinen Zweitakt-Motor betrieben werden, anstelle eines Elektromotors. Und es sind erst recht keine Grenzen mehr nach oben gesetzt, wenn man auch alle erdenklichen Einsatzzwecke für Stromgeneratoren berücksichtigt. Im Militärdienst haben wir jeweils einen Benzingenerator verwendet, damit die Soldaten im Feld ihre Handys aufladen konnten. Und einige Zwecke, zu denen Benzin verbrannt wird, sind geradezu ironisch. Vielleicht hast du schon mal jemanden gesehen, der eine saubere, öko-freundliche elektrische Heckenschere benutzt hat – diese aber mit Strom aus einem Zweitakt-Stromgenerator speist?

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Benzin zu verbrennen macht Spaß.

Die bisherigen Beispiele erfüllen immerhin alle noch einen nützlichen Zweck, aber eigentlich ist nicht einmal das nötig. Dies ist der Auftritt des Motorsports! Sportler und Sportlerinnen trainieren und treten in Wettkämpfen an, als Hobby oder professionellen Leistungssport, so wie sie es in jeder anderen Sportart auch tun – mit dem kleinen Unterschied, dass ihre Sportausrüstung mit einem Benzinmotor ausgestattet ist! Um es mal frei heraus zu formulieren: im Kreis zu fahren dürfte für viele Menschen keine Sache sein von der sie denken, dass sie es Wert ist, dafür nicht erneuerbare Rohstoffe zu verbrennen oder dafür die Umwelt zu verpesten, den Planeten zu zerstören und die Gesundheit anderer zu gefährden. Und trotzdem, obwohl wir über die Jahrzehnte viel über die verheerenden Auswirkungen von Abgasen auf die Gesundheit und die Umwelt gelernt haben, konnte uns dies nicht davon abhalten, weiterhin zum reinen Vergnügen Benzin zu verbrennen.

Ein Hoch auf gesunde körperliche Betätigung draußen in der Natur und an der frischen Luft – schließlich ist der Auspuff nach hinten gerichtet, die Sportlerin oder der Sportler selbst atmet also größtenteils tatsächlich saubere Luft. Es sind die Zurückgebliebenen, die Zuschauer oder unbeteiligten Passanten, welche die giftigen Gase über sich ergehen lassen müssen! Und giftig sind sie allemal. Da diese Fahrzeuge nicht für die Benutzung auf öffentlichen Straßen zugelassen werden müssen, müssen sie normalerweise auch keine Abgasvorschriften erfüllen. Dein Offroad-Motorrad darf so viel Dreck aus dem Auspuff lassen wie es ihm beliebt, solange es nur draußen in der Natur eingesetzt wird! Und da es sich um ein Sportgerät handelt sind sie ganz klar auf optimale Leistung ausgelegt, nicht auf eine saubere Verbrennung oder eine gute (oder überhaupt eine) Schadstoffreinigung.

Trotz der politischen und gesellschaftlichen Tendenzen sind Motorsportarten immer noch sehr beliebt und erfolgreich. Über die letzten Jahrzehnte wurden sogar viele Fortschritte im Bereich der Inklusivität erreicht. Die Kluft zwischen den Geschlechtern wird von Jahr zu Jahr kleiner, immer mehr Motorsportlerinnen treten gegen ihre männliche Konkurrenz an. Motorsport ist eine großartige Triebkraft für die Gleichstellung – wie könnte man eine Motorsportlerin auch ungerecht behandeln oder benachteiligen, wenn man unter der ganzen Ausrüstung ohnehin nicht sieht, ob es sich um ein Mann oder eine Frau handelt?

Die Menschheit betreibt auch viel Mühe, um ihren Kindern und Jugendlichen den Motorsport näherzubringen und zu ermöglichen. Motorräder für Kinder oder Rennbekleidung in Kindergrössen sind keine Spezialfertigungen, die Hersteller produzieren sie in großen Stückzahlen als Teil ihrer normalen Produktpalette. Auch wenn man den Motorsport als Symbol dafür sehen kann, wie wir Menschen kurzsichtig die Umwelt zerstören, auf welche unsere zukünftigen Generationen angewiesen sein werden, so sorgen wir trotzdem dafür dass das Alter keine Hürde ist, wenn es darum geht, bei dieser Zerstörung mitmachen zu dürfen. Und so wird unsere Jugend auch gleich bereits in jungen Jahren mit Benzinmotoren vertraut gemacht, sodass sie ihre Berührungsängste verlieren und sie als ganz normalen Teil des alltäglichen Lebens kennenlernen – und als etwas, dass man auch problemlos nur zum Spaß verwenden darf.

Motorsport und Offroad-Fahrzeuge sind ein weiterer Bereich, in welchem die Menschheit ihrer Kreativität freien Lauf gelassen hat: von Rennwagen und Karts auf der Strasse, über Dirtbikes für den Wald, die Wüste, oder jede andere Umgebung abseits ausgetretener Pfade, über Motorboote und Jetskis auf dem Wasser, über Schneemobile auf Schnee und Eis, bis hin zu Motorseglern in der Luft, gibt es wortwörtlich keinen Ort auf der Erde, an welchem man sich nicht an einen Motor schnallen und etwas Spaß haben könnte. Folglich gibt es auch für die Natur kein sicheres Schutzgebiet! Lass das Schneemobil aufheulen bis sich der Schnee vom Ruß und Abgas schwarz verfärbt. Genieße die Ausfahrt auf deinem Jetski, bis der See von einer schimmernden Ölschicht bedeckt ist.

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Doppelte Umweltzerstörung hält besser.

An manchen Orten könnte man unseren Einsastz von Verbrennungsmotoren sogar als regelrecht zynisch beschreiben. Möchtest du einen Baum fällen, oder einen ganzen Wald abholzen? Das geht natürlich am Besten mit einer Kettensäge. So tötet und vernichtet der Mensch also diese majestätischen Naturwunder, und tut dies mit einem Werkzeug, welches der Sache wie zum Hohn noch die Krone aufsetzt, indem es gleichzeitig unentwegt einen Schwall an tödlichen, giftigen Abgasen in den Wald bläst. Doppelt verwüstet hält besser: jedem Stück Natur, welches der Motorsäge nicht zum Opfer gefallen ist, wird wohl durch die vielen Schadstoffe, welche die Abgase zurücklassen trotzdem der Rest gegeben. Die Zerstörung des Regenwaldes wird begleitet vom lärmigen Konzert der Motorsägen und dem stechenden Gestank öliger Auspuffgase.

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Die Schönheit und der Wohlgeruch von Abgasen.

Auf dieser Website geht es darum, dass einige von uns sich nicht nur für Verbrennungsmotoren und deren Einsatzzwecke interessieren, sondern auch Dinge an ihnen mögen, welche andere Leute wohl kaum beachten, oder dann als unerwünschte, negative Begleiterscheinungen bezeichnen würden. Abgase verunreinigen unsere Luft als dreckige Wolken, sie verbreiten einen schneidenden Geruch von Benzin und unverbranntem Öl, sie verseuchen die Luft die wir atmen und können uns krank machen, Motoren versprühen giftiges Öl, beschmutzen und zersetzen unsere Gebäude, und sie haben langanhaltende Auswirkungen auf das globale Klima. Aber für uns sind genau diese Dinge auch Gründe, weshalb wir Benzinmotoren so mögen. Wir schätzen und genießen den Anblick und den Geruch der Abgase, wir mögen es zu sehen wie andere sie in die Luft blasen, und erfreuen uns jeder Gelegenheit, selbst welche zu produzieren.

Nicht sarkastisch, nicht böse, nicht politisch. Einfach Freude an der Umweltverschmutzung.

Dahinter steckt kein politischer Kommentar, und auch keine Beweggründe für oder gegen den Umweltschutz. Es ist keine Satire auf die Kurzsichtigkeit des menschlichen Handelns, und die Tatsache, dass wir Abgase und Umweltverschmutzung mögen, macht uns auch nicht zu Anti-Umweltschützern. In Wirklichkeit werden die meisten von uns bereitwillig klarmachen, dass wir den Umweltschutz und Naturschutz unterstützen. Abgasfans können umweltbewusst sein, und sind dies häufig auch. Das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. Schließlich braucht es eine intakte Umwelt und einen gesunden Körper, um weiterhin Abgase produzieren und genießen zu können! Und ganz ehrlich, es macht auch viel mehr Spaß, die Abgase dort in die Natur zu blasen wo sie noch schön und unberührt aussieht…

In meinem Fall unterstützt all das sogar mein grünes Gedankengut: wenn wir das Problem der wesentlichen Verursacher der Luftverschmutzung lösen können, wird es nicht mehr nötig sein, weiter gefasste Einschränkungen zu erlassen. Anders ausgedrückt: lasst uns dort nachhaltig und klimaneutral werden, wo es sowieso keine Rolle spielt, woher die Energie kommt – bei der Stromerzeugung, in der Industrie, im Berufsverkehr – sodass wir mit gutem Gewissen diejenigen Bereiche in Ruhe lassen können, wo die Benzinmotoren an und für sich einen wichtigen Teil des Reizes ausmachen. Enduro-Motorradrennen mit elektrischen Motorrädern? Dort fehlt ein Großteil dessen, was an solchen Veranstaltungen überhaupt erst Freude macht. Veranstaltungen und Sportarten wie diese tragen keinen nennenswerten Anteil zur Umweltverschmutzung bei. Aber wenn man durch den Wald brettert, ist der Lärm knatternder Motoren ein entscheidender Teil des Spaßes und des Zaubers, wie auch die Möglichkeit, dicke blaue Abgaswolken in die Bäume zu blasen!

Obwohl es ein wichtiger Teil des Reizes und des Kitzels ist, zu wissen, wie giftig und umweltschädlich die Abgase die wir aus unseren Auspuffen lassen sind, muss es dafür nicht ein Ausmaß erreichen, welches für die Umwelt relevant wäre. Sicher ist es prachtvoll und aufregend zu sehen, wie sich ein paar Dutzend Zweitakt-Freaks treffen und eine ganze Nachbarschaft, ein ganzes Tal, oder ein ganzes Waldgebiet kurzzeitig in einer dicken, blauen Wolke giftiger Abgase verschwinden lassen. Im großen Ganzen wird das trotzdem noch keinen messbaren Einfluss auf die Luftverschmutzung haben. Wir erfreuen uns einfach an der Gewissheit dass dieser blaue Qualm dort bleiben wird, draußen in der Natur, für eine lange Zeit. Unser ganz eigener, unwiderruflicher Beitrag zur Umweltverschmutzung, ein Vermächtnis das zurückbleiben wird noch lange nachdem wir selbst nicht mehr sind. Eine dauerhafte Erinnerung an diesen einen Moment, in welchem wir ohne triftigen Grund ein bisschen Benzin verbrannt und uns dabei tierisch amüsiert haben.

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Umweltverschmutzende Freizeitaktivitäten als Zeichen menschlicher Dekadenz.

Die Motoren dieser Welt verbrennen unsere begrenzten Vorräte an fossilen Brennstoffen, und produzieren dabei unvorstellbare Mengen schädlicher Abgase. Für mich, und viele Menschen die meine Interessen teilen, ist das nicht nur ein trauriger Gedanke, sondern auch ein anregender und erfreulicher. Teilweise geht es um die Verlockung und den Nervenkitzel des Bösen, eine aufregende Art, die Macht des Menschen über die Umwelt aufzuzeigen. Ein Sinnbild dafür wie sich der Mensch über die Natur erhoben hat, sie bezwungen und sich untertan gemacht hat, und angefangen hat zu glauben, nicht mehr auf sie angewiesen zu sein.

Wir bauen zerstörerische Dreckschleudern aus Materialien, die zu großen Teilen aus Rohöl gewonnen werden. Dann hüllen wir uns in Schutzkleidung aus synthetischem Material und ziehen uns Schutzpanzer aus Plastik über, ebenfalls alles aus Erdöl hergestellt. Nun erinnert uns nicht einmal mehr optisch etwas an unsere eigene, natürliche Herkunft, an unseren naturgegebenen Körper aus Fleisch und Knochen. Vermutlich hilft uns das sogar mental, einige Hemmschwellen zu überwinden. Wir können das, was wir gleich tun wollen, viel einfacher mit unserem Gewissen vereinbaren, wenn wir bei unserem eigenen Anblick nicht sofort daran erinnert werden wie sehr wir Teil dieser Natur sind, welche wir gleich schänden werden. Voll ausgerüstet, geschützt und unkenntlich gemacht füllen wir schliesslich noch mehr Erdöl in unsere Maschine, und erwecken das Monster zum Leben. In Plastik gehüllt, auf unseren mit Öl befüllten Plastik-Maschinen, bringen wir die Sache nun zu Ende indem wir den denkbar giftigsten Cocktail aus Schadstoffen in der Luft verteilen.

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Warum ist das so ein erregendes Gefühl? Je nachdem wen man fragt, und wann, geht es um Trotz und offenen Ungehorsam, um Widerstand gegen die gesellschaftlichen Erwartungen, um Devianz, um eine hämische Reaktion auf die menschliche Rücksichtslosigkeit und Gleichgültigkeit, um Neugier, um den Reiz des Bösen und den Kitzel etwas zu tun, wovon wir wissen, dass es falsch ist, oder einfach nur das Verlangen, einmal ein bisschen Unheil und Verwüstung anzurichten. Häufig ist es aber auch schlicht und einfach dass wir die Schönheit von Abgaswolken in der Natur genießen, Gefallen am Klang und den Vibrationen eines laufenden Motors finden, und den sportlich-würzigen Geruch frischer Abgase lieben.

Über diese Website.

Wenn ich diese Seite wiedereröffne, möchte ich hauptsächlich Inhalte für drei Zielgruppen anbieten.

Ein Empfang für "verhinderte" Abgasfreunde.

Wer feststellt, dass er oder sie Abgase mag, reagiert darauf wohl selten mit einem Schulterzucken und sofortiger Akzeptanz der Tatsachen. Es ist definitiv eine seltsame und unübliche Neigung, und nicht eine, die man gleich öffentlich eingestehen würde, oder erwarten würde, dass sie andere verstehen.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Ich habe meine Schwäche für Abgase bereits in jungen Jahren entdeckt, noch vor der Grundschule. Ich war irritiert, habe mich aber auch geschämt und hatte Angst was passieren würde, falls irgendjemand davon erfährt. Also habe ich diesen Teil von mir viele Jahre lang versteckt. Durch meine Bemühungen war ich wohl bei allem, was mit Motoren und Abgasen zu tun hatte, so verklemmt, dass ich mich wohl gerade erst dadurch verdächtig gemacht hatte! Und ich habe diese Gedanken und Gefühle zu unterdrücken begonnen, in der Annahme, dass das Leben so einfacher wäre.

Wie zu erwarten war, habe ich mit der Zeit herausgefunden, dass das kein gesunder Ansatz ist. Ich musste einsehen dass ich diese Seite meiner Persönlichkeit akzeptieren musste, so wenig ich sie mir auch erklären konnte. Dass die ein Teil von mir sein würde, vermutlich für immer. Schlussendlich habe ich den Entschluss gefasst dass es schade wäre, es nicht bloß zu akzeptieren, sondern es voll auszuleben und das Beste daraus zu machen. Eine wichtige Hilfe bei dieser Erkenntnis und Akzeptanz war, dass ich im Internet zufällig auf eine Gruppe gleichgesinnter Menschen gestoßen bin. Plötzlich war meine Annahme dass ich wohl der einzige Mensch auf der Welt wäre, der solche seltsamen Gedanken hat, widerlegt. Da draußen gab es Hunderte, ja sogar Tausende von Leuten, welche sehr ähnliche Dinge über sich herausgefunden hatten. Sie hatten vielleicht auch keine besseren Erklärungen dafür als ich, aber es war großartig, Menschen gefunden zu haben welche mich verstehen konnten, und mit welchen ich mich austauschen konnte!

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Ich habe diese Seite in den frühen 2000er-Jahren eröffnet, mit dem Ziel anderen wie mir dieselbe Erkenntnis zu ermöglichen. Wenn ich in einer kleinen Ecke des Internets ein paar Hundert Gleichgesinnte finden konnte, mussten es da draußen in der Welt sicher noch Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Menschen wie uns geben. Viele davon würden wohl mit den selben Zweifeln und Ängsten leben wie ich früher. Das Hauptziel der Website war daher immer, sie für all jene möglichst leicht auffindbar zu machen, welche möglicherweise zu diesen Menschen gehören könnten und im Netz nach Informationen zu diesen Themen suchten. Menschen, die dieser Seite an sich vielleicht immer noch mit Verwirrung und Unzufriedenheit begegneten, und sie unterdrückten. Ich wollte ihnen zeigen, dass sie alles Andere als alleine sind, ihnen die Möglichkeit geben, meine eigene Geschichte zu lesen, wie ich diese Neigungen entdeckt und schlussendlich akzeptiert hatte, in der Hoffnung dass sie sich vielleicht mit Teilen davon identifizieren könnten.

In dieser Hinsicht hat die Website alle meine Erwartungen übertroffen. In mehr als 15 Jahren habe ich Dutzende um Dutzende von Briefen erhalten, von Besuchern mit ähnlichen Geschichten. Die Verwirrtheit, die Beschämung, die Schuldgefühle bei der Einsicht dass man wohl, aus welchem Grund auch immer, Abgase und Umweltverschmutzung mag. Der Versuch, es vor Familie und Freunden geheim zu halten, vielleicht sogar sich selbst davor zu verstecken. Und schliesslich die Erleichterung, andere Menschen zu finden, welche ähnlich denken und fühlen wie sie. Ich möchte diese Seite wiedereröffnen um auch in Zukunft möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, diese Erfahrung zu machen und einen gesunden, unverkrampften, positiven Bezug zu ihrer "Macke" zu finden.

Das Leben ist zu kurz, um irgend einen Teil von sich zu unterdrücken. Viele Leute machen das Beste daraus, geben sich ihrer Freude an Abgasen hin und leben sie aktiv aus. Und das solltest du auch tun!

Ein Treffpunkt für Abgasfans.

Natürlich möchte ich auch viele interessante Inhalte für diejenigen anbieten, die sich ihrer abgasliebenden Seite bereits voll bewusst und darüber mit sich im Reinen sind. Für sie werde ich Zugang zu vielen interessanten Materialien bieten, darunter Geschichten und Erfahrungsberichte, aber auch viele Fotos und Videos von schönen Menschen, die schöne Abgaswolken in unberührte Natur blasen, oder sonstwie die Umwelt verpesten. Einige davon habe ich über die Jahre gesammelt, andere habe ich selbst aufgenommen. Ich habe eine eigene kleine Sammlung von besonders schmutzigen Zweitakt-Motoren, und mag es, die Luft mit frischen, stinkigen Abgasen zu verschönern. Häufig nehme ich dabei ein paar Bilder oder Videos auf. Seht es als weiteren Weg an, die Umwelt zu schonen während man Spaß daran hat, sie zu verschmutzen: je mehr Fotos und Videos wir uns anschauen können, in welchen die Luft verpestet wird, desto weniger häufig verspüren wir den Drang, es in echt zu tun!

Vielleicht können wir sogar ein paar Treffen organisieren. Es ist immer toll, eine Leidenschaft mit Anderen zu teilen. Und wenn alle ihre Dreckschleudern mitbringen, stell dir nur vor welch überwältigend schönen Schleier aus Abgasen wir über einen schönen Flecken des Planeten legen könnten! Die ansässigen Bewohner werden sich sicher noch lange daran erinnern. Wie freudig und angenehm die Erinnerung ist, wird sich wohl von Person zu Person unterscheiden.

Eine Einführung für Außenstehende.

Falls für dich nichts hiervon wirklich einen Sinn ergibt, falls du bis hierhin gelesen hast (wow!) und immer noch nicht ganz sicher bist, worum es hier eigentlich geht, dann hoffe ich dass die endgültige Website auch für dich interessant sein könnte. Das hier ist kein Thema, das sich für Aussenstehende leicht erklären lässt. Es macht ja selbst für uns nicht wirklich Sinn, wie sollen wir es also je jemand Anderem erklären können?

Trotzdem werde ich es versuchen. Über die Jahre, als ich damit gerungen habe, diese Seite an mir zu akzeptieren, habe ich alle möglichen Theorien entwickelt, wie und warum so eine Neigung entstehen könnte. Ich bin kein Psychologe (obwohl ich gerne mal mit jemandem aus dem Bereich arbeiten würde, in der Hoffnung, mehr zu erfahren!), aber ich mag es, zu Lesen und mich über Dinge zu informieren, und so habe ich inzwischen meine eigene kleine Sammlung an möglichen Erklärungen. Schlussendlich habe ich keine großen Hoffnungen, dass es je wirklich rational verständlich sein wird, aber es hilft darüber nachzudenken wie die menschliche Natur, der Körper und der Verstand, möglicherweise auf so eine Schiene geraten können. Denn ist es nicht sehr ironisch, dass ein Mensch sich in eine Richtung entwickeln kann, in welcher er etwas zu mögen beginnt, das für ihn so schädlich, und für den Fortbestand seiner Spezies so gefährlich ist? Wir sollten doch nach Partnern suchen, von welchen wir vermuten, dass sie am ehesten fähig sind die Gesundheit und Sicherheit unserer potentiellen Kinder zu gewährleisten. Warum fühle ich mich dann mehr von einer Frau angezogen, je rücksichtsloser sie die Umwelt vergiftet die wir zum Überleben brauchen?

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Teil dieses Abschnittes wird eine ausführliche Liste aller Aspekte von Motoren, Abgasen, Luftverschmutzung und Umweltzerstörung sein, die ich mag, oder die für mich den Reiz erhöhen. Vieles davon wird mit den psychologischen Theorien zusammenhängen, welche ich für die Enstehung meiner Neigungen als Ganzes sehe. Abgesehen von den bereits erwähnten Aspekten gibt es noch ein paar andere, entfernt verwandte Dinge, welche ich über die Jahre unterbewusst zu mögen angefangen habe, darunter Baumfällungen und Rodungen von Wäldern, Motorsport-Bekleidungen und Helme, Körperpanzerungen, synthetische Wetter- und Schutzbekleidung wie Regenjacken, Winterjacken, Neoprenanzüge, usw. Vieles davon hängt mit der Idee zusammen, wie sich der Mensch von der Natur abgrenzt und distanziert, wie er sich vor der Natur schützt während er gleichzeitig daran ist, sie zu verschmutzen und zu zerstören. Ich werde alle diese Aspekte erwähnen und Zusammenhänge aufzeigen.

Dieser Teil hat das größte Potential, Aussenstehenden einen Einblick in die Gedanken eines Abgasfans zu geben. Aber schlussendlich ist auch das einfach nur mein ausschweifender Monolog über meine Geschichte und Gedanken.

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Vielleicht sogar: neue Leute anwerben.

Je mehr, desto besser! Ist es möglich dass jemand, der oder die vorher noch gar nie daran gedacht hat, ein Interesse oder sogar eine Schwäche für Abgase entwickeln könnte, nur indem er oder sie davon liest, wie ich und Andere davon schwärmen? Wie schön Abgase anzusehen sind, wie toll sie riechen, wie viel Spaß es macht sie zu produzieren und die Natur sinnlos zu verschmutzen? Ich weiß es nicht, aber warum die Möglichkeit ausschließen? Ich würde mich jedenfalls sehr freuen in einer Welt zu leben, in welcher das Verschmutzen der Luft zum Vergnügen weit verbreitet und verankert ist. Eine Welt, in der Motorsport zum echten Breitensport für alle wird. Ehrlich gesagt sind wir ja gar nicht allzu weit davon entfernt. Besuch mal die örtliche Kartbahn oder Motocross-Strecke. Oder atme im Urlaub tief ein, wenn der Wind die Abgase der Jetski-Fahrer landwärts bläst, und alle Badegäste am Strand damit beglückt. Oder achte dich, wie gerne Teenager ihre Mofas und Roller gemütlich minutenlang warmlaufen lassen, an der Ampel am Gas drehen, oder den Motor laufen lassen während sie mit ihren Freunden reden. Ich glaube dass mehr Leute wissen, wie viel Spaß es macht die Luft zu verschmutzen, als wir vielleicht denken! Sogar ich bin ab und zu noch überrascht. Wenn ich eine Motorsportveranstaltung besuche oder auf der Kartstrecke bin, gehe ich unterbewusst immer noch davon aus, dass ich der Einzige dort bin, der den Qualm und den Geruch mag, aber jedes Mal erlebe ich Situationen, die etwas Anderes vermuten lassen. Vielleicht beobachte ich, wie ein Rennfahrer jemanden neckt, indem er am Gas dreht während dieser hinter ihm durch spaziert, und ihm so eine Abgaswolke ins Gesicht bläst. Oder ich überhöre einen Athleten oder Zuschauer dabei, wie er den tollen Duft kommentiert, als die Motoren aufgewärmt werden. Oder mir fällt die junge Frau auf der Kartstrecke auf, die sich ohne Eile auf das Rennen vorbereitet und ihre Ausrüstung in Ordnung bringt – und sich interessanterweise dafür entscheidet, dies direkt hinter dem Auspuff des bereits laufenden Motors zu tun…

Picture by Easswar Kalyan, licensed under CC0

Und dann: geh' raus und verpeste die Welt!

Ich wünsche mir dass allen Menschen, welche Freude daran haben die Luft mit Benzin-Abgasen zu verschmutzen, dabei wohl ist dies zu tun, und sie auch die Gelegenheit dazu haben. Es macht so viel Freude, dass es eine Schande wäre, darauf zu verzichten. Aber ich weiß auch dass viele, welche dieses Interesse entdecken, noch ziemlich jung sind, vielleicht noch bei den Eltern wohnen, oder in der Stadt wo es weniger Möglichkeiten gibt, oder keinen Führerschein haben. Möglichkeiten zu finden, selbst ein bisschen Luftverschmutzung zu verursachen, kann einem schwierig bis unlösbar vorkommen. All jenen möchte ich sagen: es gibt immer einen Weg, ich habe einige davon gefunden, und dein eigener Spaß mit Abgas könnte näher und erreichbarer sein, als du dir vorstellst! Wer weiß, vielleicht bist du schon morgen da draußen und verbrennst dein eigenes Benzin, mit deinem eigenen Motor!

Das ist das Tolle an der Allgegenwart und Bezahlbarkeit von benzinbetriebenen Motoren in unserer modernen Welt: es gibt kaum eine Situation oder Lebenslage, in welcher es nicht möglich wäre, einen zu finden und benutzen zu können! Ich möchte aufzeigen dass es keine Hürden gibt was das Alter, das Geschlecht, die Herkunft, den Wohnort oder die finanziellen Mittel angeht, und dass das Verbrennen von Benzin zum Spaß für alle zugänglich ist. Der erste eigene Motor, den ich je besessen habe, war eine Motorsense, wie diejenige, die in den ersten Abschnitten dieser Seite beschrieben wurde. Ich habe ihn für ein paar wenige Euro gebraucht gekauft – vermutlich könntest du mit etwas Glück und Geduld sogar kostenlos einen finden! Es ist ein herrlicher Zufall dass es meist auch gerade die billigsten Motoren sind, die am meisten Dreck in die Luft blasen. Die Chancen stehen also gut dass du, auch wenn du nicht viel Geld ausgeben kannst, einen kleinen Gerätemotor finden kannst. Und vielleicht wird es dich regelrecht umhauen wenn du siehst, welche gigantische Menge an dicken Abgaswolken ein so kleiner Motor produzieren kann!

Ich möchte angehenden Freizeit-Abgas-Produzenten auch ein paar konkrete Ratschläge mitgeben. Welche Motoren sind am Besten, wenn es auf die Abgase ankommt, und wo findet man sie für möglichst wenig Geld? Welches Benzin und Öl maximiert den Ausstoß, und wie mischt man sie? Wie kriege ich die größten, oder die dicksten, oder die beißendsten Abgase hin? Und wie stelle ich sicher, dass ich dabei den Motor nicht verderbe? Schliesslich soll dieser nicht in den ersten Minuten nach dem Start den Geist aufgeben, sondern ein langes Leben vor sich haben und noch unzählige Stunden Dreck in die Umwelt blasen!

Letztendlich bin ich der Ansicht dass es gerade dann immer gerechtfertigt und vertretbar ist, Abgase zu produzieren, wenn es nur zum Spaß, zur reinen Freude und zum Vergnügen getan wird. Denn in diesen Fällen kann es keinen Ersatz geben! Man kann einen schmutzigen Zweitaktmotor nicht durch einen Elektromotor ersetzen, wenn der Motor gerade darum eingesetzt werden soll, weil er Abgase produziert, weil er nach Benzin und Abgasen stinkt, weil er Lärm macht, weil er knattert und vibriert, und weil er die Umwelt schädigt. In diesem Sinne: Geht nach draußen, rettet einen Zweitakter, tankt ihn auf, und lasst den Auspuff das tun, wofür er gebaut wurde! Und versuch doch gleich, noch ein paar Passanten dafür zu begeistern – richte einfach den Auspuff nach ihnen aus, und schicke ihnen ein paar Abgaswolken entgegen. Um etwas lieben zu lernen, muss man zuallererst mal damit konfrontiert werden!

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